Ab in die Wüste

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Es hat wieder gefroren heute Nacht. Das Wasser im Ortliebsack ist etwas crunchy. Unser Zelt steht neben einer alten Hütte der Mautstation. Wir haben gestern keinen besseren Platz gefunden. Erst gab es nur steile Felswände und hier auf der Hochebene der Pampa Galeras ist das Gelände eingezäunt um die Vicuñas im Nationalpark zu schützen. Die LKWs haben uns heute morgen zeitig geweckt und wir sind motiviert schnell aufs Rad zu kommen. Es sind nur noch 400 Höhenmeter bis zum Pass zu fahren, aber die Luft scheint heute Morgen besonders dünn zu sein. Ich brauche noch mehr Stopps als sonst. Letztendlich schaffen wir es auf die Hochebene, die Pampas Galeras, ein Schutzgebiet für Vicuñas. Nun geht es gaaanz langsam begab. Wir geniessen die Fahrt, denn für heute müssen wir nicht mehr viel tun. Kleine Herden der Vicuñas kreuzen immer wieder unseren Weg und wir schauen den süßen Tieren immer wieder hinterher. Leider sind sie sehr schüchtern, so dass es schwer ist ein Close Up Foto zu schießen.

Nach vielleicht 10 km verlassen wir die Pampa und es geht runter in die Wüste. Und wieder einmal ist es der abrupte Vegetationswechsel ein Erlebnis. Weit vor und unter uns schlänglet sich die Straße hinab. Der Anblick der geologischen Formen der Wüste mit ihrer Farbvielvalt von hier oben ist irre. Immer wieder halten wir an um die Schönheit dieser Welt zu betrachten und wir freuen uns darüber die frostigen Berge zu verlassen und in die Wärme zu rollen.

Wir stehen gerade und staunen, als ich Markus auf einen Vogel hinweise. Er findet ihn im Sucher der Kamera und wir erkennen, dass es ein Condor ist, der hier einsam seine Kreise über unseren Köpfen zieht. Der Vogel ist mächtig groß und schön. Er kommt uns so nahe, dass wir das Rauschen des Windes in seinen Flügeln hören. Wir schauen ihm lange hinterher und es scheint, dass er eine Art Flugschau für uns veranstaltet. Wir freuen uns über den Anblick, den uns die Natur hier schenkt.

Weiter unten kommen wieder die Gerüche der Wüste auf, die uns so lange an der Küste begleitet haben. Staub, verwesende Tiere ein wenig Pflanzen und Sonne. Ich freue mich wieder in der Wüste zu sein. Es dauert nicht mehr lang und wir erreichen Nasca. Wir quartieren uns im gleichen Hotel ein wie vor ein paar Monaten. Ein seltsames aber gutes Gefühl an einem Ort zu sein, den wir schon kennen. Wir gehen in das gleiche Restaurant wie damals, denn hier gibt es gutes Essen und guten Service von dem wir uns zum Abschluß eines richtig guten Tages verwöhnen lassen.

1 Antwort

  1. Thomas
    Hallo Ihr beiden, es ist mal wieder schön hier ein paar Zeilen von euch zu lesen. Lasst es euch gut gehen und bis ganz bald Thomas

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