Überraschung

Wir sind den zweiten Tag unterwegs. Man kann nicht behaupten, dass wir eingefahren sind, aber es läuft erstaunlich gut. Alexandra fährt bei diesem warmen Wetter wirklich viel besser. Ich nicht und so nähern wir uns an. Auf der Karte ist ein Ort namens Persani eingezeichnet, indem es einen Campingplatz und ein Hotel geben soll. Das ist unser Ziel. Wir filmen und fotografieren und lernen wieder demütig, den Berg hinauf zu treten. Wir testen unsere bescheidenen Sprachkenntnisse und kaufen viel Wasser, falls wir irgendwo wild Zelten müssen. Als wir über 60 km hinter uns haben, werden wir langsamer. Die Kräfte lassen nach, und wir hoffen, dass es diesen Campingplatz und eine Dusche gibt. Wie immer kommt gerade jetzt hinter dem nächsten Hügel noch ein Hügel und dahinter noch ein weiterer. Irgendwann geben wir dieses Wunschdenken auf und radeln einfach. Die Berge werden sich nicht flach machen, nur weil wir hier sind. Also ist es besser, wir nehmen es einfach hin, ohne auf das Ende zu warten. Plötzlich sehe ich nach einer Kurve durch die Bäume ein Schwimmbad. Alexandra glaubt mir nicht, aber eine Kurve später stehen wir vor einem Freibad mit Restaurant und Hütten, die zu mieten sind. Wir fragen, ob wir auch unser Zelt aufstellen dürfen. Das ist kein Problem und kostet umgerechnet 3,50€. So Zelten wir 10 Meter vom Beckenrand. Ich stelle mir das im Bremer Schwimmbad vor....
Es gibt noch ein Bärengetränk. Ursus Black (Ursus – der Bär) Ein dunkles Bier. Sehr lecker und nach russischen Maßstäben richtig gut, weil es total düselig macht.

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