Wenn du denkst es geht nicht mehr…

...kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Heute ist es richtig warm. Der Wind ist auch nur heiße Luftbewegung, und er kommt von vorne. Die Straßen sind schnurgerade. Wir füllen mal wieder in irgendeinem Laden oder Kneipe unsere Wasservorräte auf. Die Landschaft ist öde, die LKWs brettern an uns vorbei. Die Straße hat ein rauhes Profil und schüttelt uns kräftig durch. Im nächsten Ort liegt ein Hund an der Straße, und ich sage ihm mit einem leisen „Wuff“ guten Tag. - Ich Trottel!- Der Köter springt auf und läuft kläffend hinter uns her. Das Gebell ist der Aufruf zum Angriff für alle anderen Köter des Dorfes. Alexandra gibt Gas, das einzig richtige. Ich versuche, die Hunde von ihr abzuschirmen, ohne Erfolg. Einer schafft es fast, in ihre Radtaschen zu beißen. Irgendwann geben die Hunde auf, wie immer. Alexandra ist verzweifelt und kämpft mit den Tränen. Als die Knie nicht mehr wackeln, fahren wir weiter. Es scheint alles wieder gut. Plötzlich überholt uns ein Lieferwagen, schert vor uns ein und macht eine Vollbremsung. Jetzt mache ich mir Sorgen. Was soll das denn? Ein Mann springt heraus, lacht und fragt, woher wir kommen. Germania. Er öffnet seinen Lieferwagen, der voller Brot ist, und schenkt uns zwei große knusprigfrische Brote, kloppft uns auf die Schultern, springt wieder in den Wagen und weg ist der Bäcker. Das Ganze hat vielleicht ein Minute gedauert. Hätten wir nicht das Brot in der Hand, würden wir es als Traum bezeichnen.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

*