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…kannst du von unserem Fahrradabenteuer lesen. Wir, meine Frau Alexandra und ich gehen für ein Jahr mit Fahrrad und Zelt auf die Reise, um die Welt zu entdecken und dabei wieder zu uns selbst zu finden. Unser Fokus liegt dabei nicht auf dem Tacho, sondern auf den Begegnungen mit Menschen und Natur. Geschichten, die wir unterwegs sammeln, schreiben wir hier auf.

Markus
1968 in Bremen geboren, habe ich meine Leidenschaft als Volleyballspieler und Trainer vor rund 20 Jahren gegen das Radreisen getauscht. Nach 6 Jahren technischer Beratung im Bereich Akustik schaue ich nicht nur gerne die Welt vom Rad aus an, sondern höre ihr auch gerne zu.
Als gelernter Werkzeugmacher begeistert mich die Technik des Fahrrads, als Sportler ist jeder Berg eine Herausforderung. Die Überzeugung, dass das Fahrrad das richtige Mittel zur Fortbewegung ist, motiviert mich, meine Kenntnisse einzusetzen, um für diese Mobilität zu werben. Beim ADFC habe ich mit Bildungsangeboten viele Menschen beim alltäglichen Radfahren unterstützt.
Als Erlebnispädagoge betreibe ich eine Kinderwerkstatt auf der Stadtteilfarm. Dort begleite ich die jungen Menschen in ihrem kreativen Handwerk und helfe ihnen ihre Ideen umzusetzen. Der Wunsch der Kinder mit mir zu Schnitzen hat mich zum Löffelschnitzen gebracht. Eine Tätigkeit, die mir hilft mich zu entspannen.
Mit der Langsamkeit des Radreisens vertreibe ich die Hektik des Alltags. Die Bedürfnisse beschränken sich unterwegs auf Trinken, Essen und abends einen Platz zum Schlafen. Der Rest ist Freiheit. Eine Art zu Reisen, die nicht teuer und somit für jeden möglich ist. Langsam genug um alles um mich herum wahrzunehmen und schnell genug, um unterschiedliche Regionen zu erreichen.
Alexandra
1965 wurde ich in Bremen geboren. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau, der Geburt eines Kindes 1991 folgte ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch und Sport.
Das Reisen mit dem Rad entdeckte ich, nachdem Markus und ich im Jahr 2000 unser Auto verkauften und sämtliche Fortbewegung entweder mit dem Rad, oder ÖPNV stattfand. Nach ein paar Urlauben mit einem geliehenen Wohnmobil gingen wir mit Kind und Freund des Kindes das erste Mal auf Radreise. Das Kind fand diese Reiseform so semi-gut, aber wir waren total begeistert und verreisten ab da nur noch so. Im Sommer 2011 folgte dann die erste einjährige Radreise nach Nord- und Südamerika.
Am Radreisen liebe ich das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, ich kann meine Abenteuerlust ausleben und es ist nie langweilig. Neue Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen inspiriert mich.
In unserer mittlerweile sehr schnelllebigen und von digitalen Ablenkungen geprägten Welt genieße ich es, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, was ich zum Leben brauche: Bewegung, Essen, Schlafen und ein (Zelt)dach über dem Kopf und dies in einem Reisetempo, welches meine Seele noch gut verarbeiten kann. Mir kommt es nicht darauf an viel Strecke zu machen, sondern meine Umwelt bewusst wahrzunehmen, „I want to have time to smell the roses!“. Diese Reise steht für mich persönlich unter dem Motto: „Die Entdeckung der Achtsamkeit“.

