Jetzt geht´s gleich Los
Markus, 08.Juli 2023
Wir sind fast fertig – in mancherlei Weise! Die letzten Wochen und Monate waren sehr voll mit Aufgaben. Die viele Arbeit hat die Vorfreude nicht so durchblicken lassen. Dafür kommt sie jetzt mit Macht und es kribbelt im Bauch bei dem Gedanken in 4 Tagen die Haustür abzuschließen, aufs Rad zu steigen und einfach weg zu fahren – Für ein ganzes Jahr!
Es ist unsinnig, die Strecke für eine einjährige Radreise detailliert zu planen, denn dafür gibt es im Laufe der Zeit zu viele Unwägbarkeiten. Irgendwo ist es so schön, dass wir länger bleiben wollen, oder wir sind vielleicht mal müde oder krank und brauchen Pause. Unterwegs treffen wir viele Menschen, die uns vielleicht neue Hinweise geben, wo wir unbedingt hinfahren sollten, und so ergibt sich ein neuer Schlenker auf der Strecke. Kurz um: Wir haben eine grobe Route in Europa und Patagonien. (siehe Foto) Wenn wir diese Regionen durchfahren haben, ist vermutlich Februar 2024. Was dann kommt lassen wir offen. Ideen gibt es genug, aber wir wollen dann entscheiden wozu wie Lust und Kraft haben.
Wenn wir hier zuhause vom Hof rollen, fahren wir nach Westen Richtung Niederlande. Die ersten beiden Campingplätze haben wir gebucht, damit wir erst Mal auf der Reise ankommen können. Dann sind wir unterwegs und jede weitere Etappe legen wir am Abend vorher fest. Das ist eine Art zu reisen, die für manche Menschen unvorstellbar ist. Sie brauchen die Sicherheit einer guten Planung mit gebuchten Unterkünften. Wir lieben die Freiheit solche Entscheidungen jeden Tag neu zutreffen.
Wir wissen heute nicht, wie uns mit Mitte / Ende 50 eine solche Reise bekommt, sind aber guter Dinge, dass es uns genauso gut gefällt wie auf der erste großen Reise in 2011/12. Die beschriebene Freiheit ermöglicht es uns auch unser eigenes Tempo zu finden, vielleicht mal mit dem Zug eine Strecke zu überbrücken oder auch schneller zu sein, als wir jetzt kalkuliert haben.
Ja, trotz der täglichen Entscheidungsfreiheit, haben wir schon überlegt, ob und wann wir welches Ziel erreichen könnten. Wir stapeln dabei tief und rechnen mit 50 km pro Tag auf dem Rad und mit 2 Pausentagen pro Woche. Daraus ergeben sich 250 km pro Woche. Mit dieser Zahl rechnen wir hoch auf die langen Distanzen. So haben wir festgelegt, dass wir im November in Sevilla sein werden, um von dort aus nach Patagonien zu fliegen.
Aber das ist lange hin und bis dahin haben wir viele Geschichten gesammelt und einige hier aufgeschrieben. Jetzt gerade sitze ich noch auf dem Sofa und mache die letzten Einstellungen auf der Website. Alex werkelt an einem Salat für unseren kleinen Abschiedsbrunch mit Freunden und in der Garage stehen unsere Fahrräder Violetta und Max und tuscheln aufgeregt über die bevorstehende Reise.
Noch vier Tage, dann wir aus bald – jetzt!

Screenshot erstellt aus der Komoot-App
Comments
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Peter
Wir wünschen euch einen guten Start und freuen uns auf eure Berichte!
Liebe Grüße
Steffi, Peter und Norman
Markus Hübner
Danke! Wir sind auch gespannt, was wir berichten werden.
Bene
Ich freue mich sehr für Euch und wünsche eine ereignisreiche und spannende Reise! Bleibt gesund Bene
Oliver
Alles Gute für Eure Reise! Ich werde gespannt den Berichten hier folgen.
Liebe Grüße
Sven
Wunderbar! Ich bin ein wenig neidisch, obwohl ich genau weiss, dass eine solche so gar nichts für mich ist. Spannendes Gefühl – da muss ich nochmal tief in mich horchen…
Euch jedenfalls eine tolle Zeit, phantastische Erlebnisse, nur nette Begegnungen- und immer frohen Mut auf das Kommende. Ihr wisst ja: nach Ebbe kommt Flut!