Ankunft in Chile
Die erste Nacht in Chile war kalt. Wir sind in Santiago gelandet, haben unsere Räder und Gepäck in Empfangen genommen, durch den Zoll gebracht und gleich wieder aufgegeben. Es ist abends. Wir essen etwas und suchen uns einen Wartebreich, in dem wir uns hinlegen können. Wir schlafen nur wenig, denn es ist ziemlich kalt und um 4:30 am Morgen ist Boarding für den Flug nach Puerto Montt. Dort angekommen, finden wir schnell ein Taxi, dass uns mit allem Gepäck zum Appartment bringt. Und auch dort können wir schon rein. Leider nicht in das ursprünglich Anvisierte, sondern das etwas kleinere nebenan. Egal. Es ist 9:00 Uhr und wir sind in Patagonien!!!
Lani, eine Freundin von Colleen ist auch schon hier und wir gründen eine WhatsApp-Gruppe, um uns gegenseitig besser zu finden. Nachdem wir ausgepackt, eingekauft und etwas geschlafen haben, treffen wir uns mit Lani und Steve (die beiden sind zusammen unterwegs) in einem Café und wir genießen den Austausch.
Abends im Bett habe ich bereits Halsschmerzen und am nächsten Morgen bin ich dann krank. Nicht so schlimm, nur leichtes Fieber.
Wir verbringen unsere Zeit mit Schlafen, Einkaufen, Essen und Recherchieren.
Am Mittwoch kommt Colleen an. Sie hat mit Lani das Apartment im übernächsten Eingang, und wir nehmen sie in Empfang. Colleen kennen wir seit unserem ersten Sabbatjahr aus den USA und sie hat uns zwischendrin in Europa besucht. Das wiedersehen ist toll. Wir können mit unseren Gesprächen nahtlos an die alten Zeiten anknüpfen. Später kommen Lani und Steve dazu. So schön es ist, bin ich nach kurzer Zeit schlapp und freue mich auf etwas Ruhe.
Am nächsten Tag beschließen wir erst am Dienstag nächster Woche loszufahren, denn ich will ganz gesund werden und das Wetter ist ziemlich schei… ! So verbringen wir insgesamt 8 Tage hier in Puerto Montt. Eine Stadt, die als Eingangstor nach Patagonien gilt, aber nicht so schön ist. Es gibt hier alles was man braucht, auch an Outdoor Equipment. Wir kaufen für die Reise ein, bauen die Räder auf, laufen durch die Stadt und an den Strand. Der ist allerdings nur Kies und es ist hier so kalt, dass ich hier nicht baden will!
Es ist Montag Abend, während ich die Zeilen schreibe und morgen geht es aufs Rad. Ich bin sehr gespannt wie wir das so schaffen. Das Wetter scheint besser zu werden. Spätestens für Donnerstag ist Sonne angesagt. 300 Tage pro Jahr regnet es hier. Ich hoffe die 65 Sonnentage liegen nun vor uns. Mit Colleen haben wir die beste Tourenpartnerin, die wir uns wünschen können und zu dritt werden wir den Widrigkeiten trotzen und die Reise genießen.


